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Letzte Herzenswünsche erfüllen: Unterstütze jetzt!

Liebe Leser, liebe Freunde,


wir alle haben Träume und Wünsche, die uns im Leben begleiten. Aber für Menschen in ihrer letzten Lebensphase können diese Wünsche oft unerreichbar erscheinen. Das Herzenswunsch Mobil setzt sich dafür ein, diesen Menschen einen letzten Herzenswunsch zu erfüllen.



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Interview mit Brigitte Bogner, ehrenamtliche Hospizhelferin und Herzenswunsch Mobil Mitfahrerin







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Mariangela Carta

Liebe Brigitte, könntest du uns bitte einen kurzen Überblick über deine Person geben und in 2 bis 3 Sätzen etwas über deinen beruflichen Hintergrund sowie deine Verbindung zur Sterbebegleitung erzählen? Was hat dich dazu motiviert, dich in diesem Bereich zu engagieren?















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Brigitte Bogner

Mein Name ist Brigitte Bogner. Ich bin 1962 geboren und hab nach meiner Schule eine Ausbildung zur Friseurin gemacht. Da habe ich auch gemerkt, ich bin zur Friseurin geboren. Später, im Jahr 2014, bin ich dann zur Hospizbegleiterin von Schwester Angela im Hospiz Pfaffenwinkel im Kloster Polling ausgebildet worden, weil das persönliche Interesse da war. Und somit wurde ich Sterbebegleiterin.









Mariangela Carta: Gab es eine Erkenntnis für dich in der Ausbildung zur Hospizbegleiterin?


Brigitte Bogner :Es ist für mich eine wichtige Erkenntnis, dass viele Menschen in ihrer Lebenszeit bereits einsam sind und daher sollten sie auf ihrem letzten Weg nicht allein gelassen werden. Ich finde es besonders schön, wenn niemand allein sterben muss. Besonders stolz bin ich auf das Projekt Herzenswunsch Mobil, auch wenn die Idee nicht von mir stammt, aber bisher gab es so etwas in unserem Landkreis noch nicht. Es war meine Idee, dieses Projekt in Zusammenarbeit mit dem Bayrischen Roten Kreuz (nachfolgend BRK genannt) zu starten. Ich bin froh, dass das BRK die Idee unterstützt hat und es nun verwirklicht werden konnte.


Mariangela Carta: Wie lange gibt es denn das Herzenswunsch Mobil schon?


Brigitte Bogner: Am 24. Juni 2022 war der Start vom Herzenswunsch Mobil vom BRK in Bad Tölz. Die Nutzungshäufigkeit des Herzenswunsch Mobils variiert je nach Bedarf - mal wöchentlich, mal zweimal pro Woche, manchmal auch nur einmal im Monat oder öfter. Ich kann die genaue Häufigkeit nicht beziffern, aber persönlich empfinde ich, dass seine Nutzung noch zu gering ist. Ich bin überzeugt, dass es noch viele unerfüllte Wünsche gibt, die wir angehen könnten. Ich frage mich, warum einige dieser Bedürfnisse unerfüllt bleiben.


Mariangela Carta: Für welche spezifische Zielgruppe oder Personen sind die Leistungen des Herzenswunsch Mobils genau gedacht? Wer profitiert konkret von diesem Programm und welche Bedürfnisse oder Lebenssituationen werden damit angesprochen?


Brigitte Bogner: Das Herzenswunsch Mobil ist speziell für Menschen gedacht, die sich bereits auf ihre letzte Reise vorbereiten, aber dennoch einen besonderen Wunsch äußern möchten, der für uns vielleicht alltäglich, jedoch für diese Personen von großer Bedeutung ist. Unsere Aufgabe besteht darin, diese Herzenswünsche zu erfüllen, und in den meisten Fällen gelingt es uns auch. Ein Beispiel hierfür könnte sein, wenn jemand den Wunsch äußert, noch einmal die Füße in einen Bachlauf zu tauchen, einen Stein in einen Fluss zu werfen oder eine Fahrt in einem Oldtimer zu unternehmen. Wir haben bereits solche Wünsche erfüllt, wie beispielsweise ein Treffen an einem für sie bedeutenden Baum, wo sie vielleicht die erste Liebe mit einem Schnitzen hinterlassen haben oder eine gemeinsame Brotzeit auf einer Alm mit Angehörigen.

Es sind oft solch scheinbar einfache Dinge, die für diese Menschen eine tiefe Bedeutung haben und die wir gerne ermöglichen.


Mariangela Carta: Liebe Brigitte, ich möchte hiermit Spenden für das Herzenswunsch Mobil sammeln, weil ich persönlich finde, dass es eine so wichtige Sache ist.

Könntest du mir erklären, was konkret mit den Spenden passiert? Wie würdest du dir vorstellen, dass diese Gelder eingesetzt werden, um das Herzenswunsch Mobil zu unterstützen?


Brigitte Bogner: Die Spenden, die wir erhalten, fließen ausschließlich in die Erfüllung der Herzenswünsche unserer Gäste. Das bedeutet, dass wir beispielsweise Fahrten zu besonderen Orten ermöglichen, bei denen auch Angehörige in Begleitung teilnehmen dürfen. Dabei stellen wir sicher, dass notwendige medizinische Betreuung oder andere Unterstützungsdienste vorhanden sind - all das wird durch die Spenden finanziert. Zum Beispiel können die Spendengelder für den Eintritt bei einer letzten Fahrt ins Fußballstadion genutzt werden oder für jegliche Bedürfnisse im Zusammenhang mit dem letzten Wunsch - von der Abholung an der Haustür bis zur Rückkehr. Es ist wichtig zu betonen, dass wir ehrenamtlich arbeiten und unsere gesamte Finanzierung ausschließlich durch Spenden sichergestellt wird.


Mariangela Carta: Gab oder gibt es einen besonderen Wunsch oder eine spezielle Erfahrung, die du gerne teilen würdest, um die Menschen für die Bedeutung des Herzenswunsch Mobil für unsere Mitmenschen zu sensibilisieren?

Gibt es eine besondere Geschichte oder Situation, die dir wichtig ist und die du mit anderen teilen möchtest, um mehr Bewusstsein für dieses Thema zu schaffen?


Brigitte Bogner: Es ist wichtig, genauer zuzuhören, wenn jemand seinen letzten Wunsch äußert. Oft sind wir vielleicht nicht sensibel genug, da wir in diesem Moment mit unseren eigenen Gefühlen und der Trauer beschäftigt sind. Es kommt vor, dass für den Menschen, der sich auf seine letzte Reise vorbereitet, Entscheidungen von anderen getroffen werden, weil man glaubt, dass der Reisende nicht mehr genug Kraft hat. Dies ist oft die Annahme der nahen Angehörigen. Jedoch ist die Hauptperson, die auf diese Reise geht, noch stark genug dafür. Es ist wichtig, dem Reisenden und auch den Angehörigen den Mut zu geben, einzusteigen und diese Reise anzutreten.


Mariangela Carta: Es ist verständlich, dass sich auch Angehörige in einer solchen Situation bewusst werden, dass die gemeinsame Reise mit dem Sterbenden die letzte sein könnte. Die aktive Beteiligung und das Eintreten für den letzten Wunsch können dazu führen, dass diese Realität/Trauer und die Verlusterfahrung der Angehörigen noch spürbarer wird. Es ist eine sehr emotionale und bedeutungsvolle Erfahrung, die einem helfen kann, sich bewusst zu machen, dass dies möglicherweise die "letzte" gemeinsame Reise ist.


Brigitte Bogner: Es ist verständlich, dass viele Angehörige in solchen Momenten Ängste und Sorgen haben. Aber mein Wunsch für den Reisenden wäre, dass die Angehörigen sich dazu ermutigt fühlen, diesen letzten Wunsch zu erfüllen und dabei auch für sich selbst einen Raum finden, um zu reflektieren. Es geht darum, dass sie erkennen, dass es sowohl um die Erfüllung des Wunsches für den Reisenden als auch um ihre eigene Bewältigung von Trauer geht.


Die Zusammenarbeit mit dem BRK und dem Herzenswunsch Mobil ermöglicht es, diesen besonderen letzten Blick auf die Reise des Sterbenden zu gewähren. Sowohl während als auch nach der Erfüllung des letzten Wunsches ist es eine wunderschöne Erinnerung, sowohl für den Begleiter als auch für die Beteiligten. Ich denke, dass diese Erfahrungen uns dazu bringen, innezuhalten und zu erkennen, wie wertvoll und bedeutsam solche Momente sind. Es ist eine Herausforderung, dies zu tun, aber die Freude, die es sowohl dem Reisenden als auch den Begleitern bereitet, ist unermesslich.


Mariangela Carta: Könntest du uns eine wichtige Botschaft oder eine spezielle Nachricht teilen, die du gerne den Menschen - insbesondere im Hinblick auf das Herzenswunsch Mobil - vermitteln möchtest? Gibt es etwas Bestimmtes, dass du betonen oder weitergeben möchtest, um die Bedeutung dieses Programms oder die Wichtigkeit der Unterstützung für Mitmenschen in ihrer letzten Lebensphase zu verdeutlichen?


Brigitte Bogner: Meine wichtige Botschaft an alle wäre: Schenkt euch gegenseitig Aufmerksamkeit und Zeit während des Lebens, denn an den Gräbern steht ihr vergebens. Lasst uns bewusst die kostbare Zeit nutzen, die wir miteinander haben, um füreinander da zu sein und bedeutungsvolle Momente zu teilen. Das Herzenswunsch Mobil zeigt, wie wichtig es ist, Menschen in ihrer letzten Lebensphase zu unterstützen und ihre letzten Wünsche zu erfüllen. Lasst uns gemeinsam diese Wertschätzung im Leben umsetzen und nicht erst erkennen, wenn es zu spät ist.


Mariangela Carta: Vielen Dank für dieses Interview, liebe Brigitte. Deine Zeit und deine Einblicke in das Herzenswunsch Mobil des BRK in Bad Tölz sind äußerst wertvoll und aufschlussreich. Deine Informationen helfen dabei, die Bedeutung und den wertvollen Beitrag dieses Programms besser zu verstehen. Nochmals herzlichen Dank für deine Zeit und deine wertvollen Einblicke.


Brigitte Bogner: Liebe Mariangela, herzlichen Dank, dass ich dies vorstellen konnte. Ich schätze dein Interesse sehr. Du als ehemalige Hospizhelferin und Therapeutin, deren Schwerpunkt auf der Trauerarbeit liegt, wissen wir beide, dass es in dieser Zeit auch Phasen gibt, die sehr heilend sein können.


Herzenswünsche können helfen!

Das Ziel ist es, schwer kranken oder auch in der letzten Lebensphase unseren Mitmenschen/Reisenden Freude und Trost zu schenken. Ein Ausflug an einen See, der Besuch von Verwandten oder sogar ein Stadionerlebnis – für viele von ihnen sind diese Wünsche aufgrund von eingeschränkter Mobilität oder begrenzten finanziellen Mitteln unerfüllbar.


So funktioniert es mit den letzten Herzenswünschen und dem Herzenswunsch Mobil:

  1. Der Herzenswunsch wird beim Roten Kreuz angemeldet.

  2. Die engagierten Mitarbeiter vom BRK nehmen Kontakt auf und planen den Wunsch im Detail.

  3. Ein Expertengremium, bestehend aus Ärzten, Pflegepersonal/Betreuern und Organisatoren, entscheidet, wie und wann der Wunsch umgesetzt werden kann.

  4. Die Mittelbeschaffung erfolgt durch den BRK Kreisverband Bad Tölz-Wolfratshausen.

  5. Das Team von ehrenamtlichen Helfern (hier auch Brigitte Bogner), bestehend aus Ärzten, Sanitätern, Betreuern und Seelsorgern, setzt den Wunsch um – alles unentgeltlich und freiwillig.

DEINE Spende macht den Unterschied!

Jeder Beitrag, groß oder klein, hilft uns dabei, Herzenswünsche zu erfüllen und kostbare Momente zu schaffen. Und ich selbst möchte diese wichtige Initiative unterstützen. Daher spende ich persönlich für das Herzenswunsch Mobil.


Warum ich selbst spende?

Ich habe selbst im Hospiz gearbeitet und kenne aus eigener Erfahrung die Bedeutung von Sterbebegleitung. Ich war damals an der Seite eines mir sehr nahe stehenden Angehörigen. Hätte ich damals gewusst, dass es solche Möglichkeiten gibt, hätte ich dies sicher in Anspruch genommen. Deshalb ist es mir eine Herzensangelegenheit, dieses Projekt zu unterstützen.


Deine Spende bringt uns näher an das Ziel!

Gemeinsam können wir das Leben von Menschen, die ihre letzte Reise antreten, ein Stück heller machen. Der gesamte Erlös wird von mir hier und über Social Media am 24.12.2023 bekannt gegeben und dann schnellstmöglich an das TEAM von Herzenswunsch Mobil übergeben, damit wir gemeinsam Herzenswünsche erfüllen können. Hier bin ich noch in direkter Rücksprache, wann eine Übergabe erfolgen kann. Spende noch heute und lasse Träume der Reisenden wahr werden!


Du kannst bequem über PayPal oder per Überweisung spenden. Jeder Beitrag hilft, Herzenswünsche zu erfüllen. Vielen Dank!


Warum regional spenden?

Bleibe regional und helfe mit, den letzten Wunsch eines Sterbenden/Reisenden zu unterstützen. Das Herzenswunsch Mobil ist kostenlos für den Reisenden und wird ausschließlich durch Spenden finanziert.


Vielen Dank für Deine Unterstützung!

Mariangela Carta, Frau, Therapeutin, Coach, Heilpraktikerin für Psychotherapie, Brille, blaue Augen, Haare Wellig, blond grau, lächeln


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