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Lebenskrise: Eine Geschichte über den Kreislauf aus Stress und Unzufriedenheit

In meiner psychotherapeutischen Praxis betrete ich jeden Tag eine Welt voller Geschichten, die von den Höhen und Tiefen des menschlichen Lebens geprägt sind. Doch die Geschichte, die ich heute mit euch teilen möchte, hat mich besonders berührt und inspiriert.


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Das Erstgespäch und die Lebenskrise

Es war an einem kalten, regnerischen Nachmittag, als Helene (Der Name wurde aus Datenschutzgründen geändert) meine Praxis betrat. Ihr Gesichtsausdruck verriet eine Mischung aus Angst und Entschlossenheit, als sie sich auf den Stuhl gegenüber von mir setzte. Ich spürte sofort, dass hinter ihrer Fassade des Lächelns eine tiefe Verwundbarkeit verborgen war.


Ich weiß nicht mehr weiter“, begann Helene leise. „Mein Leben fühlt sich wie ein endloser Kreislauf aus Stress und Unzufriedenheit an.“


Als sie begann, mir von ihrem Arbeitswechsel zu erzählen, wurde mir klar, dass dieser scheinbare Neuanfang nicht die ersehnte Erlösung gebracht hatte, die sie erhofft hatte. Stattdessen hatte er eine Kaskade von Unsicherheiten und Selbstzweifeln ausgelöst, die Helene fast erdrückten.


„Ich dachte, wenn ich meinen Job wechsle, wird alles besser“, gestand sie mir. „Aber stattdessen fühle ich mich jetzt noch verlorener als zuvor.“

In den folgenden Sitzungen öffnete sich Helene nach und nach und erzählte mir von den Ängsten und Zweifeln, die sie seit Jahren belasteten. Sie hatte Angst davor, dass sie nie ihre wahren Träume und Leidenschaften verwirklichen würde. Die Verantwortung, die sie für ihre Familie und ihre finanzielle Sicherheit trug, lastete schwer auf ihren Schultern und erstickte jede Spur von Selbstverwirklichung.


Doch trotz all dieser Hindernisse spürte Helene einen Funken Hoffnung in ihrer Arbeit mit ihren Schattenthemen und mit sich selbst. Tief in ihrem Herzen sehnte sie sich nach Veränderung und einem Leben, das mehr war als nur ein endloser Kampf ums Überleben.

Gemeinsam begannen wir, die Wurzeln von Helenes Problemen zu erforschen und nach Wegen zu suchen, wie sie ihre Ängste überwinden und ihr volles Potenzial entfalten konnte.


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Wir nutzten dabei eine systemische Herangehensweise, um die Dynamiken in ihrem Leben zu verstehen und positive Veränderungen zu ermöglichen. Durch Entspannungs-meditationen und hilfreiche Tools lernte Helene, ihre Gedanken zu beruhigen und ihre Emotionen besser zu regulieren. Es war ein langer, manchmal schmerzhafter und oft auch ein anstrengender Prozess, aber mit jeder Sitzung konnte ich sehen, wie Helene an Selbstvertrauen und Selbstakzeptanz gewann.


Wir arbeiteten daran, ihre negativen Glaubenssätze zu erkennen und diese durch für sie gute , und entwickelten konkrete Strategien, um mit Stress und Unsicherheit umzugehen. Langsam aber sicher begann Helene, ihr Leben aus einer neuen Perspektive zu betrachten. Sie erkannte, dass sie die Macht hatte, ihr Schicksal zu verändern, und dass jeder Rückschlag eine Gelegenheit für persönliches Wachstum war.


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Ein Wendepunkt kam, als Helene begann, ihre Leidenschaften und Interessen wiederzuentdecken. Sie begann, ihre kreative Ader zu erforschen, indem sie an einem Kunstworkshop teilnahm und begann, ihre Gedanken und Gefühle in einem Tagebuch festzuhalten. Diese kreativen Ausdrucksformen halfen ihr, ihre innere Stimme zu finden und ihre Emotionen auf gesunde Weise zu verarbeiten.


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Aber der wahre Durchbruch kam, als Helene den Mut fand, sich selbst zu vergeben und ihre Vergangenheit loszulassen. Wir arbeiteten mit ihren inneren Anteilen. Sie erkannte, dass Fehler und Misserfolge Teil des menschlichen Lebens sind und dass sie nicht länger von ihren Fehlern definiert werden musste. Mit einem Gefühl der Befreiung ließ sie all ihre alten Vorstellungen von Perfektion los und erlaubte sich, einfach nur sie selbst zu sein.


Heute strahlt Helene eine innere Ruhe und Gelassenheit aus, die ansteckend ist. Sie hat gelernt, dass Glück nicht davon abhängt, äußere Umstände zu kontrollieren, sondern davon, wie man mit ihnen umgeht. Sie hat sich entschieden, jeden Tag bewusst zu leben und dankbar für die kleinen Freuden des Lebens zu sein.


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Die Geschichte von Helene ist ein leuchtendes Beispiel dafür, dass es nie zu spät ist, sein Leben zum Besseren zu verändern. Selbst in den dunkelsten Zeiten gibt es immer einen Weg nach vorne, wenn man bereit ist, Hilfe anzunehmen und in sich selbst zu investieren. Helene hat den Mut gefunden, sich ihren Ängsten zu stellen und hat dadurch nicht nur ihre Lebenskrise überwunden, sondern ist auch zu einer stärkeren, selbstbewussteren Version ihrer selbst geworden.


Es ist wichtig zu betonen, dass es nie zu früh ist, Unterstützung zu suchen, sei es in Form von professioneller Beratung oder durch den Rückhalt von Freunden und Familie. Präventive Maßnahmen, wie regelmäßige Selbstreflexion und die Pflege von sozialen Beziehungen, können dazu beitragen, Lebenskrisen zu verhindern oder ihnen besser gewachsen zu sein.


Ich hoffe, dass Helenes Geschichte euch ermutigt, an die Kraft der Veränderung und Selbstentwicklung zu glauben. Egal, welche Herausforderungen euch im Leben begegnen, ihr habt die Macht, euer Schicksal in die Hand zu nehmen und euer Leben nach euren eigenen Vorstellungen zu gestalten.


Lasst euch nicht von Zweifeln und Ängsten aufhalten, sondern geht mutig euren eigenen Weg und seid offen für die Wunder, die das Leben für euch bereithält.


Wenn du weitere Fragen hast oder Unterstützung benötigst, zögere nicht, sie zu stellen. Ich stehe dir zur Verfügung. Kontaktiere mich per E-Mail oder nutze das Kontaktformular.


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